Reformationsjubiläum 2017 in Göttingen

Informationen und Termine von regionalen Veranstaltungen in der Region Göttingen im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017

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Der 2. Film vom Sonntagsmaler Hans Hentschel ist online. Für das Reformationsjahr 2017 produzierte die Landeskirche Hannovers zusammen mit "Evangelische Kirche im NDR" zwölf Lutherfilme.

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Bild: Universitätsverlag

"Reformation und Gegenwart"

(19.10.2016) Über die Vortragsreihe "Reformation und Gegenwart – Evangelisches Profil durch ein vierfaches 'Allein'?", die im letzten Jahr in der St. Albanigemeinde stattgefunden hat, ist eine Dokumentation erschienen, die ab sofort erhältlich ist.
Der Gehalt "reformatorischer Theologie" wird oft durch eine Reihe von "Allein"-Aussagen zusammengefasst: allein Christus (solus Christus), allein aus Gnade (sola gratia), allein durch Glauben (sola fi de), allein durch die Schrift (sola scriptura). Kann mit diesen Begriffen prägnant ausgedrückt werden, was gegenwärtiges (evangelisches) Christentum bedeutet? Die Beiträge dieses Bandes gehen der Frage in systematischer, historischer und ökumenischer Perspektive nach.
Landessuperintendent Eckhard Gorka: "Was heute evangelisch ist, das können wir als Christinnen und Christen nur im Gespräch und im gemeinsamen Nachdenken herausfinden. Das war doch eine der wesentlichen Entdeckungen der Reformation, dass alle Christen berufen und befähigt sind, "alle Lehre zu urteilen".
"Reformation und Gegenwart" ist von Hendrik Munsonius herausgegeben worden und im Universitätsverlag als Dokumentation erschienen. (Weitere Informationen)

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Offener Brief zum Reformationsjubiläum
für die Stadt und den Landkreis Göttingen

(30.09.2016) Am Wochenende 30./31. Oktober 2016 beginnt das Reformationsjubiläumsjahr. Im Jahr 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen, die die Welt veränderten. 500 Jahre danach feiern wir erstmals nicht abgrenzend, sondern offen und gemeinsam auf vielen Ebenen Deutschlands und Europas... ... und auch in Göttingen.
Im Namen des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen lade ich alle Menschen der Stadt und des Landkreis Göttingen ein, dieses besondere Ereignis mitzugestalten und mitzufeiern. Diese Einladung geht bewusst nicht nur an die kirchlichen Konfessionen, son­dern an alle Religionen und alle gesellschaftlichen Gruppen, denn: Wir feiern nicht 500 Jahre Martin Luther. Wir feiern die reformatorischen Aufbrüche und ihre Auswirkungen auf Sprache, Arbeitswelt, Bildung, Fürsorge und Kunst, die bis in unsere heutige Zeit rei­chen.
In Göttingen wird das Jubiläumsjahr ökumenisch eröffnet. Dazu lade ich, gemeinsam mit Wigbert Schwarze, dem Dechanten des Dekanats Göttingen herzlich ein:

  • Am Sonntag, dem 30. Oktober 2016, werde ich um 10 Uhr in St. Godehard im Pfarreigottesdienst der Gemeinden, für die der Dechant pastoral zuständig ist, die Predigt halten. Dort wird Schwarze auch zum Reformationsgottesdienst am folgenden Tag einladen.
  • Am Reformationstag, dem 31. Oktober 2016, werden Dechant Schwarze und ich gemeinsam predigen und dabei wechselseitig zu einer persönlichen Auswahl aus den 95 Thesen Martin Luthers Stellung nehmen. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der St. Johanniskirche.

Beide Gottesdienste finden unter Beteiligung von Freiwilligen und im Reformationsjubiläumsjahr Engagierten statt.
Haben Sie Lust und Zeit, bei einer dieser Veranstaltung mitzuwirken? Gern können Sie das tun! Dafür nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Beauftragten für das Reformationsjubiläum, Andreas Overdick, E-Mail: info@refo2017-goe.de, Tel.: (0551) 5178130 auf.
Im Reformationsjubiläumsjahr sind bis heute mehr als 140 Einzelveranstaltungen geplant. Weitere Informationen dazu unter www.refo2017-goe.de. Auch hierzu herzliche Einla­dung.
Ich freue mich, Sie zu sehen!
Ihr Friedrich Selter, Superintendent

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Bild: r2017

Kirchentag und EKD
stellen Programm für das Reformationsjubiläum vor

International und ökumenisch – mit diesen beiden Worten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die Planungen für das 500. Reformationsjubiläum überschrieben. Zusammen mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) präsentierte die EKD ihr Veranstaltungsprogramm für das anstehende Jubiläumsjahr.
Signal der Versöhnung und des Aufbruchs
Ab dem 31. Oktober 2016 werden Menschen aus Deutschland, Europa und der Welt ein Jahr lang in Festgottesdiensten, Kirchentagen, Sonderausstellungen und vielen weiteren Veranstaltungen des 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther gedenken. Doch jetzt ist schon klar, die Feierlichkeiten werden sich deutlich von denen früherer Jahrhundertfeiern abheben.
"Das Reformationsjahr 2017 wird international und ökumenisch", sagte Bedford-Strohm in der Villa Elisabeth in Berlin. Das habe auch gute Gründe. Die Reformation sei keine ausschließlich deutsche, sondern vielmehr eine europäische Bewegung gewesen, deren Auswirkungen wir heute noch spüren. Außerdem stellte er fest, dass die Reformatoren keine Kirchenspaltung, sondern eine Kirchenreform forderten. Mit seinen Thesen habe Martin Luther keine neue Kirche schaffen, sondern "nur auf Christus hinweisen wollen," betonte der bayerische Landesbischof. Er äußerte die Hoffnung, dass sich im Jubiläumsjahr viele Menschen von Christus begeistern lassen. "Dann beginnen sie Versöhnung zu stiften", sagte Bedford-Strohm. "Mit dieser deutlichen Unterscheidung von allen anderen Jubiläen der vergangenen Jahrhunderte setzen wir ein Signal der Versöhnung und des Aufbruchs."
Bei mehreren Veranstaltungen im Festjahr werden die beiden großen Kirchen, deren Spaltung in der Reformation wurzelt, aufeinander zugehen. Für den Herbst planen evangelische und katholische Spitzenvertreter eine gemeinsame Pilgerreise nach Israel und Palästina, um an die Quellen und Wurzeln des gemeinsamen Glaubens zu erinnern. Außerdem wollen am 11. März 2017 beide Kirchen in Hildesheim einen Buß- und Versöhnungsgottesdienst unter dem Titel "healing of memories" feiern. Die Entscheidung von Papst Franziskus, zum Jubiläum ins schwedische Lund zu reisen, kommentierte der EKD-Ratschef gelassen. Der ökumenische Gottesdienst dort werde einen wichtigen Impuls zur Versöhnung geben.
Mit Sonderzügen nach Wittenberg
Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist sicherlich der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag. Unter dem Motto "Du siehst mich", eine Losung aus dem ersten Buch Mose, werden in Berlin und Lutherstadt Wittenberg vom 24.-28. Mai 2017 mehr als 100.000 Menschen erwartet. Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Kirchentages ist der Dialog mit anderen Religionen und Konfessionen, aber auch mit säkularen Menschen. "Auch das Ringen um eine Sprache, die man hier und jetzt versteht, ist Erbe der Reformation", so die Kirchentagspräsidentin Christina aus der Au.
Für den großen Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen der Lutherstadt Wittenberg werde man Sonderzüge einsetzen, um die rund 100.000 Menschen mit dem Zug aus der Bundeshauptstadt in die Lutherstadt zu bringen. Dazu sollen von vier Uhr morgens an Züge im Zehn-Minuten-Takt Züge starten.
Wandel gestalten
Reformation bedeute immer auch eine Abkehr von Gewohnheiten und damit einen mutigen Aufbruch, sagte aus der Au. "Nur Umdenken und konsequente Entscheidungen können uns durch krisenhafte Zeiten führen", stellte die Schweizer Theologin mit Blick auf die Umbrüche in der Welt fest.
"2017 soll einen Beitrag leisten, wie wir den Wandel gestalten können", erklärte Gerhard Robbers, Vorsitzender des Leitungskreises Reformationsjubiläum 2017. Nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Justizministers biete das Reformationsjubiläum die Chance, junge Menschen mit Glaubensthemen anzusprechen: Zahlreiche Veranstaltungen im Sommer 2017, wie etwa das Konfi- und Jugendcamp für 20.000 Jugendliche können dazu beitragen, eine 'Generation 2017' zu prägen. "Vertrauen und der Mut, Neues auszuprobieren sind theologische Herzstücke der Reformation", sagte Robbers.
Zu den vielen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum zählt unter anderem der Europäische Stationenweg durch Orte in Europa, die von der Reformation geprägt wurden. In einer Weltausstellung unter dem Titel "Tore der Freiheit" soll sich von Mai bis September 2017 die Vielfalt der protestantischen Glaubenswelt in Wittenberg präsentieren. Schon ab Oktober 2016 bietet das 360°-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi "Luther 1517" einen Einblick in das Leben in der damaligen Universitätsstadt. (© r2017/epd)
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Reformation für Einsteiger

Ein paar Hammerschläge haben die Welt verändert: Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther seine 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg veröffentlicht haben. Eine gesellschaftliche Revolution beginnt.

Weitere Informationen unter: http://www.hamburger-reformation.de

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Im Jahr 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen, die die Welt veränderten. 500 Jahre danach wird das Reformationsjubiläum 2017 gefeiert – gemeinsam und auf allen Ebenen Deutschlands und Europas.

Das Reformationsjubiläum 2017 soll – anders als die vorherigen Jahrhundertjubiläen – nicht von Abgrenzung, sondern von Offenheit, Freiheit, Ökumene und Zusammenarbeit geprägt sein. 2017 erinnern wir daran, welche Rolle die Reformation bei der Entstehung der Moderne gespielt hat. Das Reformationsjubiläum 2017 wird daher in globaler Gemeinschaft von Feuerland bis Finnland, von Südkorea bis Nordamerika gefeiert.

Auch in Göttingen gibt es Orte der Reformation und Menschen, die das Reformationsjubiläum 2017 feiern werden. Aus diesem Grund hat sich ein Initiativkreis mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche und der Kultur- und Bildungsarbeit gebildet. Alle Mit­wirkenden in diesem Kreis sind sich einig: Das Reformationsjubiläum 2017 wird sich durch alle ge­sellschaftlichen Gruppen in unserer Region ziehen. Darum sind – gerade bei den zu erwartenden vielfältigen und umfangreichen Angeboten – Kooperation und Austausch zwischen den Anbieten­den zwingend erforderlich.