Reformationsjubiläum 2017 in Göttingen

Informationen und Termine von regionalen Veranstaltungen in der Region Göttingen im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017

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Alle Termine für das Reformationsjubiläum
finden Sie links unter "Unsere nächsten Termine".

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Alle auf dieser Seite veröffentlichen Termine können auf einer eigenen wir.de-Seite erscheinen, wenn „andreas.overdick@web.de" als Redakteur eingeladen wird.
Auf die Termine unter "Unsere nächsten Termine" kann von einer Webseite direkt verlinkt werden: https://reformation-goettingen.wir-e.de/veranstaltungen
Alle Termine sind tagesaktuell auch als Exel- und als csv-Datei (z.B. für den Outlook-Kalender) erhältlich. Kurze E-Mail an info@refo2017-goe.de.
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Bild: St. Jacobi

Sichtlich evangelisch:
Die St. Jacobikirche und ihre Fenster von 1901

(15.06.2017) Für die Ausstellung "Sichtlich evangelisch: Die St. Jacobikirche und ihre Fenster von 1901", die seit März in St. Jacobi Göttingen zu sehen ist, gibt es ein interessantes Begleitprogramm. So ist am Sonntag, dem 18. Juni 2017 um 11.15 Uhr der Vortrag "Zwischen Luthertum und Mittelalter – die Neugestaltung der St. Jacobikirche von 1899-1901" von PD Dr. Christian Scholl. Am Sonntag, dem 23. Juli 2017, auch um 11.15 Uhr hält Pastor Harald Storz einen Vortrag über "die Menschen hinter den Fenstern: Superintendent Kayser, der Kirchenvorstand und die Stifter".
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Juli 2017 täglich geöffnet (Mo-Do 11-16 Uhr, Fr-So 11-18 Uhr). Weitere Informationen zum Begleitprogramm finden Sie im downloadbaren FLYER.
Wichtige Ereignisse der Göttinger Reformationsgeschichte 1529/30 sind in den Fenstern im Südschiff der Kirche dargestellt. Das erste zeigt die Störung einer altgläubigen Prozession am Bartholomäustag 1529 durch die evangelisch gesinnten Wollenweber. Das zweite erinnert an die Einführung der Göttinger Kirchenordnung 1530. Ein drittes Fenster zeigte den Auszug der Mönche aus dem Paulinerkloster und den Einzug der Schüler ins Paedagogium (Vorgänger der Universität und des Max-Planck-Gymnasiums). Diese Ausstellung widmet sich diesen Fenstern und ist von der St. Jacobigemeinde selbst konzipiert und erstellt worden.
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Bild: Johannes Broermann, kpg

Reformationsausstellung
im Stadtmuseum

von Dr. Johannes Broermann,
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bei der
Katholischen Kirche im Dekanat Göttingen

(18.05.2017
) In Göttingen setzt sich 1529 innerhalb kurzer Zeit die Reformation durch. Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum beleuchtet das Ereignis.
Der "Englische Schweiß" wütet 1529 in Europa, zahlreiche Menschen sterben an der Seuche. Da beschließt der Göttinger Stadtrat, bei einer Prozession um Schutz und Gottes Hilfe zu beten. So ziehen am 24. August die Bürger von Kirche zu Kirche.
Doch plötzlich kommt es zu einem Tumult: Eine Gruppe um die "Neuen Wollenweber" beginnt lauthals, ein Kirchenlied Martin Luthers auf Deutsch zu singen. Die Wollenweber waren gut 40 Jahre zuvor wegen ihrer handwerklichen Fähigkeiten angeworben worden. Allerdings blieben sie rechtlich und sozial benachteiligt.
Wollenweber ersingen "neuen Glauben"
Im weiteren Verlauf versucht die Gruppe mehrfach, die Prozession zu stören und wird wohl erst durch ein alles übertönendes Orgelspiel in der Paulinerkirche gestoppt. Dennoch setzt sich innerhalb weniger Wochen die Reformation durch, immerhin ohne gewaltsame Ausschreitungen. Im Oktober wird der erste Gottesdienst nach "neuem Glauben" gefeiert, wieder in der Paulinerkirche.
Das Ereignis und seine Folgen stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Stadtmuseum. Auf einem leuchtenden Stadtplan kann der Prozessionsweg nachvollzogen werden. Zu sehen sind bisher noch nie gezeigte Objekte, wie die neue Kirchenordnung aus dem Jahr 1531 mit einem Vorwort Luthers. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch ein Bierkrug mit Luther und Melanchthon. Sein Besitzer konnte so ein öffentliches Bekenntnis zur neuen Lehre ablegen.
Auch die politischen, kulturellen und religiösen Bedingungen, unter denen die Menschen damals handelten, werden thematisiert. Dafür wurde die ständige Sammlung zur Kirchenkunst in ein neues Licht gesetzt. Expertenstimmen erläutern an Audiostationen einzelne Stücke. Wertvolle sakrale Objekte wie Kelche zeugen vom Denken und Handeln der Menschen - vor und nach der Reformation.
Zu sehen ist "1529. Aufruhr und Umbruch" bis 31. Dezember dienstags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr im Stadtmuseum Göttingen (Ritterplan 7/8). Der Eintritt kostet 5 Euro. Vom 9. September bis 19. Oktober zeigt das Museum zusätzlich die Wanderausstellung "Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten" als Leihgabe der Evangelischen Kirche für Hessen und Nassau.
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Bild: Wikipedia

Über Luther und die Reformation:
Im Gespräch mit Thomas Kaufmann

• Zu lesen auf der Webseite der Verlagsgruppe von Vandenhoeck&Ruprecht (www.v-r.de) •

2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal. Anlässlich dieses Ereignisses stellte sich der Göttinger Kirchenhistoriker und Vorsitzende des Vereins für Reformationsgeschichte Prof. Dr. Thomas Kaufmann den Fragen von Ingeborg Lüdtke rund um Luther und die Reformation.

(-> WEITERLESEN)


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Der fünfte Film des Luthermalers Hentschel:


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Bild: Susann Müller

ProCant singt Bachkantate
"Ach Gott vom Himmel sieh darein"

(15.02.2017) Im Rahmen der Reihe "Bachkantaten zu Lutherliedern" gestaltet das Ensemble ProCant am Samstag, dem 4. März 2017 in der Göttinger Citykirche St. Michael und am Sonntag, dem 5. März 2017 in der Kirche St. Martin in Göttingen-Geismar jeweils um 18 Uhr eine Geistliche Abendmusik. Im Zentrum steht dabei die Kantate "Ach Gott vom Himmel sieh darein" (BWV 2) von Johann Sebastian Bach, die auf Text und Melodie des gleichnamigen Chorals von Martin Luther zurückgreift. Dieser Choral wurde schon kurz nach seiner Entstehung zu einem Kampflied der Reformation, bei dem es in Folge der wachsenden Bewegung und der Unruhen schließlich zur Einführung der reformatorischen Kirchenordnung kam.
Das Ensemble ProCant greift die ökumenische Annäherung nicht nur in der Wahl der Veranstaltungsorte, sondern auch im Programm der Abendmusik auf. So wird zu Beginn eine Psalmvertonung von J. D. Zelenka zu hören sein. Der katholische Barockkomponist am Dresdner Hof wurde von seinem Zeitgenossen Bach hoch geschätzt und bildet somit einen reizvollen Gegenpol zum Protestanten aus dem bürgerlichen Leipzig. Verzweiflung über die eigene Fehlbarkeit und den um sich greifenden Unglauben der Menschen scheinen die weiteren Werke des Abends von Kaminski, Mendelssohn Bartholdy und Rheinberger zu vereinen. Doch letztlich wird in allen Kompositionen die Hoffnung auf das erlösende Eingreifen Gottes ausgedrückt.
Als Solisten konnten für diese Abendmusik Sabine Birkenfeld (Alt), Leopold Schmarsel (Tenor) und Stefan Sauer (Bass) gewonnen werden. Das Kammerorchester "Göttinger Collegium", bestehend aus Laienmusikerinnen und -musikern, spielt die Instrumentalpartien. Die Leitung hat Dr. Stephan Diedrich, der neben der Arbeit mit dem Projektchor "ProCant" Organist an der Citykirche St. Michael und seit August 2007 Studienrat für Deutsch und Musik am Eichsfeld Gymnasium in Duderstadt ist.
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Der vierte Film vom Sonntags- und Luthermaler Hans Hentschel



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Bild: Knaur-Verlag

Neues Angebot: Lesung mit Claudia und Nadja Beinert

Im Luther-Jubiläumsjahr erscheint der aktuelle Roman der Beinertschwestern: "Die Mutter des Satans" im Knaur-Verlag. Die beiden Zwillingsschwestern erzählen darin die Geschichte der Mutter von Martin Luther und wie sie ihn für seine große Reformation in einer Zeit von Pest, Ablass und Aberglaube geprägt hat. "Die Mutter des Satans" ist nach "Die Herrin der Kathedrale", "Die Kathedrale der Ewigkeit" und "Der Sünderchor" bereits der vierte historische Roman der Autorinnen.
Die Kosten betragen 450 € + Reisekosten (von Erfurt) und ggf. Übernachtung. Die Dauer der Lesung ist etwa 1 Stunde, anschließend bei Interesse Fragen/Diskussion und Signieren von Büchern möglich. Auch eine Kombination der Lesung mit einem Dinner oder als literarisches Frühstück ist möglich.
Presseinformationstext
• weitere Informationen unter: http://beinertschwestern.de

Weitere Veranstaltungsmöglichkeiten unter ANGEBOTE.

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Bild: Kulturbüro

Bachkantaten zu Lutherliedern

(12.01.2017) Göttinger Chöre und Kantoreien beginnen am kommenden Wochenende mit einem ganz besonderen Projekt. Mit Unterstützung des Kirchenkreises und des Kulturbüros Göttingen führen sie im Reformationsjubiläumsjahr alle Kantaten von Johann Sebastian Bach auf, denen Lieder von Martin Luther als Textgrundlage dienen.
Am kommenden Sonntag, dem 15. Januar 2017, singt um 11.30 Uhr im Gottesdienst in der Universitätskirche St. Nikolai der Universitätschor der Georg-August-Universität die Kantate „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ (BWV 178).
Superintendent Friedrich Selter als Schirmherr schreibt in einem Vorwort zu diesem Projekt: "Auch in der Musik hat sich die Reformation verwirklicht. Martin Luther übersetzte nicht nur die Bibel ins Deutsche, sondern fasste auch für ihn zentrale theologische Gedanken in Lieder. Er dichtete mehr als 30 Choräle und komponierte teilweise auch die Melodien dazu. Der Kirchenkreis Göttingen unterstützt diese Reihe geistlicher Musik und fördert damit zugleich, dass hier eine Kooperation Göttinger Chöre und Kantoren auch über Konfessionsgrenzen hinaus entstanden ist – Grenzen, die beim Musizieren und bei der Verkündigung des Evangeliums keine Rolle mehr spielen."
Alle Termine im Überblick:
Sonntag • 15. Januar 2017 • 11.30 Uhr • St. Nikolaikirche:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (BWV 178)
Sonntag • 22. Januar 2017 • 11.00 Uhr • St. Johanniskirche:
Ein feste Burg (BWV 80)
Sonntag • 26. Februar 2017 • 10.00 Uhr • Stephanuskirche:
Herr Gott, dich loben wir (BWV 16)
Sonntag • 26. Februar 2017 • 16.00 Uhr • St. Jacobikirche:
Mit Fried und Freud (BWV 125)
Samstag • 4. März 2017 • 18.30 Uhr • Citykirche St. Michael:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein (BWV 2)
Sonntag • 5. März 2017 • 10.00 Uhr • St. Petrikirche Grone:
Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir (BWV 131)
Sonntag • 26. März 2017 • 11.00 Uhr • St. Martinkirche:
Aus tiefer Not (BWV 38)
Ostersonntag • 16. April 2017 • 11.00 Uhr • St. Johanniskirche:
Christ lag in Todesbanden (BWV 4)
Sonntag • 18. Juni 2017 • 11.30 Uhr Universitätskirche St. Nikolai:
Erhalt uns Herr, bei deinem Wort (BWV 126)
Samstag • 11. November 2017 • 20.00 Uhr • St. Pauluskirche:
Christ, unser Herr zum Jordan kam (BWV 7)
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Der 3. Film vom Sonntagsmaler Hans Hentschel...


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Der 2. Film vom Sonntagsmaler Hans Hentschel ist online. Für das Reformationsjahr 2017 produzierte die Landeskirche Hannovers zusammen mit "Evangelische Kirche im NDR" zwölf Lutherfilme.

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